Verbindliche neue Anforderungen
für die Verwiegung von Seecontainern

Die internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) hat Änderungen am Internationalen Abkommen zum Schutz

des menschlichen Lebens auf See (SOLAS) vorgenommen, um die Sicherheit auf See zu verbessern und Gefahren während des Seefrachttransports zu minimieren.

 

Am 01. Juli 2016 ist die weltweit gültige Bestimmung in Kraft getreten.

 

Hintergrund: Eine Hauptgefahrenquelle beim Beladen von Containerschiffen liegt darin, dass die in den Versandpapieren angegebene Bruttogewichte der Container in vielen Fällen unzutreffend sind. Dies führt zu falscher Schiffsbeladung und war – so vermutet man – bereits Ursache von Havarien.

 

Um die Sicherheit des Schiffes und seiner Besatzung, der Arbeiter in den Häfen, der Ladung sowie die Sicherheit im Seeverkehr zu gewährleisten, hat die IMO im November 2014 beschlossen, dass die Bruttomasse (VGM – verified gross mass) eines Containers vor der Verladung auf ein Seeschiff vom Befrachter zu verifizieren und zu dokumentieren ist – unabhängig, ob es sich um einen Gefahrgutcontainer handelt oder nicht. Ab dem 01. Juli 2016 wird die Verladung eines Containers ohne bestätigte Bruttomasse nicht mehr möglich sein! Der Befrachter ist daher nicht nur für die Verwiegung und Dokumentation verantwortlich, sondern auch für die rechtzeitige Weitergabe der Informationen an die Reederei – in der Regel sind das 24 Stunden vor Verladung.

 

Das ´Solas´- Übereinkommen sieht zwei Methoden zur Ermittlung der verifizierten Bruttomasse vor:

 

1. Verwiegen des fertig gestauten Containers:

Hierbei muss der volle Container mit einer Waage der Klasse IV verwogen werden. Sollte sich – wie üblich – der Container beim Stauen auf einem LKW befinden, sind sowohl eine Leerverwiegung des gesamten Fahrzeugs vor Containerstau als auch eine Vollverwiegung durchzuführen. Die Differenz hieraus ist zu ermitteln.

 

2. Verwiegen der Packstücke und rechnerische Ermittlung des Bruttogewichtes

Alle Packstücke und Ladungssicherungsmittel (Stauholz u.ä.) werden einzeln mit einer Waage der Klasse III verwogen und anschließend wird das auf dem Container vermerkte Taragewicht hinzuaddiert.

 

Die BG Verkehr wird im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums Kontrollverwiegungen im Hafen durchführen. Bei eklatanter Abweichung des verwogenen Bruttogewichts von dem auf den Versandpapieren angegebenen Gewicht darf der Container nicht weiter befördert werden. In einem solchen Fall zahlt der Befrachter (shipper) die Verwiegekosten. Den Schaden, der entsteht, weil der Container nicht wie geplant verladen wird, trägt derjenige, der für die Übermittlung des Gewichtes verantwortlich war.

 

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